Rekord: In 9 Tagen installierten wir die PV-Anlage


Da staunten die Beobachter vor Ort und in Europa: Von früh bis spät hackte, schraubte und installierte unser Team, angeführt von Cheftechniker Salia Konate. Das Ding funktioniert – das Augenkrankenhaus in Zorgho/Burkina Faso bekommt Strom von der Sonne.

Eine lange Reise ist zu Ende gegangen. Die Module, die wir vom deutschen Solarunternehmen Solarworld geschnorrt hatten, kamen aus Deutschland. Und das war die Route: Dresden – Wien, Wien – Hamburg (umgeleitet von Antwerpen), Hamburg – Lomé/Togo (umgeleitet von Abidjan/Elfenbeinküste), Lomé – Ouagadougou/Burkina Faso und schließlich Ouagadougou – Zorgho.

Mit den Modulen kamen Montagegestänge, Kabel, Verbindungsstücke, Draht,  drei Akkuwechselrichter, ein SMA-Tripower-Solarwechselrichter, nigelnagelneue Hoppecke-Batterien, Batterieflüssigkeit in Behältern und eine Menge guter Wünsche.

DI Salia Konate, Burkinabé, Bosch-Elektroniker in Wien und seit 15 Jahren in Österreich, ist der technische Chefdramaturg unseres Unternehmens, das sich „Photovoltaik-Anlage für das Augenkrankenhaus in Zorgho, Burkina Faso“ nennt. Herbert Starmühler, Unternehmer in Wien und Mitglied der NGO Licht für die Welt, organisierte das Projekt und trieb die Finanzierung auf: rund hundert Spender engagierten sich, insgesamt kamen fast 60.000 Euro zusammen. Damit konnte der ursprüngliche Plan einer PV-Anlage um die Dimension eines Stromspeichers erweitert werden. Jetzt wurde das Ding besonders effizient.

Doch davor war eben noch die Reise nach Afrika zu organisieren, Ebola-Epidemien abzuwarten, einen Militärputsch in Burkina Faso auszusitzen, lästigen Zöllnern Schmiergeldforderungen abzuschlagen und tausend andere Dinge zu tun.

Doch dann, der große Moment: Händisch werden die Module vom LKW getragen, Männer waren organisiert worden, schweres Gerät konnten wir uns nicht leisten. Die einheimische Crew aus Burkina, ein bizzeliger Statiker, ein erfahrener Solarteur, vier Helfer mit Hacke und Schraubet, Salia Konnte als Chefingenieur und der afrikaerprobte Techniker Norbert Dornetshuber aus Linz (Fa. BBM) nahmen Maß und legten Hand an. von morgens 6:30 bis 3:00 in der Nacht waren die Männer am Werk – schließlich hatten wir Verspätungen aufzuholen – die nicht in unserem Bereich lagen.

Dann, nach neun Tagen, der entscheidende Moment – Yessssssss! Das Ding hebt ab, die Sonne scheint, die Ladung erfolgt.

Ab 10 Uhr wird Zorgho nun täglich vom Sonnenstrom versorgt, nachmittags ist schon Überschuss in Hülle und Fülle vorhanden.

Salia Konate: „Man hat gegen uns gewettet – wir würden erst im Jänner oder Februar fertig sein. Aber so viel Zeit hatte ich nicht. 9 Tage mussten reichen“

Herbert Starmühler: “ Ich bin froh, vor allem, weil wir nun den Spendern sagen können, dass ihr Geld gut investiert worden ist und die Anlage funktioniert.“

Ein Hinweis: Am Mittwoch, 9. Dezember 2015, ab 19 h, werden Salia Konnte und Herbert Starmühler Auskunft über das Projekt geben. Voraussichtlicher Ort: GH Moser in Kleinengersdorf.

Hier finden Sie eine ausführlichere Zusammenfassung in unserem Brief an die Spenderinnen und Spender: Status November 2015