Photovoltaik-Anlage funktioniert prächtig

Der Operations-Saal in "unserem" Augenspital in Zorgho (c: starmuehler.at)

Der Operations-Saal in „unserem“ Augenspital in Zorgho wird bereits mit Sonnenstrom versorgt  (c: starmuehler.at)

Die PV-Anlage am Augenspital in Zorgho / Burkina Faso funktioniert wunderbar – der Dieselgenerator ist überflüssig, große Überschüsse werden ins Netz abgegeben.

Wie berichtet, hat es unser „Verein für Energie-Autarkie“ geschafft, das große Projekt einer Sonnenstromversorgung für ein afrikanisches Augenspital zu realisieren.

Nun geht es an die Optimierungen. Um eine Idee zu haben, wie gut oder schlecht die PV-Anlage tatsächlich arbeitet, hat unser Technikchef DI Salia Konate einen seiner Mitarbeiter nach Zorgho geschickt und die Daten systematisch halbstündlich von 7:00 bis 20:00 und eine Woche lang händisch erfassen lassen. Das wurde von Dienstag 8. bis Mo. 14. Dezember gemacht.

Fazit: Die Anlage liefert Sonnenenergie wie geplant, sogar viel besser als am Anfang abgeschätzt.

1) Am Tag mit starkem Energieverbrauch (Mo. 14.12.) hat die Anlage trotz Bereitsstellung der Energie für das Spital ca. 41 kWh (ungenutzte Energie) ins Netz der SONABEL eingespeist. Montags wird nämlich sterilisiert (= sehr hohe Energiebedarf).

2) An den Tagen mit „normalem“ Energieverbrauch (Di. 8.12 bis Do. 10. 12.) hat die Anlage den Bedarf des Spitals von mindestens 8:00 bis 16:30 und manschmal sogar von 7:00 bis 17:00 vollkommen gedeckt und noch dazu zwischen 49 und 65 kWh (ungenutzte Energie) ins Netz der SONABEL eingespeist (= geschenkt).

3) Am Feiertag (Fr. 11.12.) und am Wochenende (Sa. 12.12. und So. 13.12.) hat die Anlage den Berdarf des Spitals gedeckt und nebenbei 55 bis 78 kWh pro Tag ins Netz eingespeist. Am Freitag (Feiertag) hat sie „nur“ 55 kWh ins Netz eingepeist, weil der Strom der SONABEL ca. 1 Stunde lang ausgefallen war, dadurch kann und darf die PV-Anlage NICHT ins Netz einspeisen. Es fehlen dadurch mindestens 10 kWh.

5) Also zusammengefasst hat die Anlage von Di. 8. bis Mo. 14.12. das Spital am Tag versorgt und mindestens 418 kWh ungenutzte Energie dem Netz der SONABEL geschenkt.

Bei einem durchschnittlichen Tarif bedeutet das: Pro Woche können wir Strom um fast 100 Euro einspielen. Rechnen wir nur 80 Euro pro Woche, so sind es immer noch mehr als 4.000 Euro pro Jahr. Und das, obwohl fast das ganze Spital fast das ganze Jahr über bereits mit Sonnenstrom arbeiten kann.

Das ist eine sehr gute Ausgangsbasis für die Verhandlungen mit dem Netzbetreiber SONABEL.

Zur Erinnerung: bisher hat das Spital rund 8.000 Euro Jahres-Energie-Kosten gehabt. Jetzt wahrscheinlich weniger als ein Drittel (genaue Daten erst in einem Jahr) bei einem Überschuss-Volumen von 4.000 Euro.

Fotos vom Aufbau der Anlage:

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