Afrika-Abend in der Michlfarm

Bäuerinnen der Kooperative mit getrocknetem Fisch. Foto: Starmühler

Bäuerinnen der Kooperative mit getrocknetem Fisch. Foto: Starmühler

14.12.2018 – Der Verein für Energie-Autarkie lud zu einem Gedankenaustausch über Afrika ein: Ideen – Themen – Diskussionen rund um Entwicklungshilfe und Energie(-armut). Und wir präsentierten ein neues Projekt zur Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Das Thema Migration hat uns Afrika näher gebracht. Leider in einer sehr einseitigen Art und Weise. Wir machen uns die falschen Bilder voneinander. AfrikanerInnen betrachten Europa als Paradies, in dem alle reich und gesund sind (sie sehen so es Im TV). Die Europäer nehmen Afrika als einen Kontinent der Armut, der Krankheiten und der Wirtschaftsflüchtlinge wahr (sie sehen es so in den Medien).

„Rücken wir unser Bild zurecht!“ forderte Herbert Starmühler, Obmann des Vereines und Unternehmer, der auch in Afrika Energie-Projekte vorantreibt. Er zeigte Ansichten und Infos über Burkina Faso, dessen Population unwahrscheinlich schnell wächst, leider aber nicht deren Zahl der Arbeitsplätze. Viele Menschen, zumal junge, würden lieber von ihrer Arbeit leben können, als nach Europa auszuwandern. Doch die Jobs gibt es nicht – oder viel zu wenige, viel zu schlecht bezahlte. In dieser Hinsicht haben Jahrzehnte der Entwicklungshilfe traurig mickrige Ergebnisse gezeitigt, so Starmühler.

Wir schaffen Arbeitsplätze – die beste Entwicklungshilfe

Der Techniker Salia Konaté, Burkina Faso/Österreich, langjährig als Diplomingenieur bei Bosch in Wien tätig und mittlerweile Entrepreneur in Österreich und Burkina Faso, zeigte auf, was wir in Österreich selbst tun können. Konaté veranschaulichte, warum es Sinn macht, teure und ineffiziente Dieselpumpen zur Bewässerung von Gemüsefeldern durch moderne Elektropumpen zu ersetzen, die mittels Sonnenenergie betrieben werden. Das ist ein weiteres Projekt, das Salia Konaté gemeinsam mit Herbert Starmühler in Afrika umsetzt. Er stellte das Projekt vor, beschrieb die Vorteile dieser Installation in Dî, einem kleinen Ort an der Grenze zu Mali. Starmühler und Konaté luden zur Kooperation ein: „Finanzieren wir diese Anlage gemeinsam! Aber nicht als Spendenprojekt, sondern in einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe.“

Hier wird das Projekt etwas näher beschrieben: http://www.bisamberg-energie.at/?p=2200

Ausführliche Informationen bitte bei herbert@starmuehler.at anfordern.

Die Veranstaltung war für alle kostenlos, Rudi Michlmayr und sein Michlfarm-Team haben wieder gezeigt, dass die „Michlfarm“ eine gute Location für diese Veranstaltung ist.

 

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