Afrika-Projekt vor Fertigstellung

Das Comptoir, der Verkaufsstand mit PV-Dach ist fertiggestellt. Foto: Konaté

Das Comptoir, der Verkaufsstand mit PV-Dach, ist fertiggestellt. Foto: Konaté

Das Photovoltaik-Projekt einer Bewässerungsanlage in Burkina Faso ist gebaut und wird demnächst fertiggestellt.

Elektropumpen, die das Wasser in die Gemüsebeete mit der Energie der Sonne pumpen, das war und ist unser Ziel. Wir ersetzen die problematischen Dieselpumpen und vermeiden damit hohe laufende Kosten, permanenten Lärm während der Laufzeit und die Verschmutzung des Grundwassers durch auslaufende Treibstoffe.

22 private Investoren haben dieses Projekt ermöglicht, indem sie Pumpen, PV-Module und Installation vorab investierten. Die Empfänger-Kooperative hat sich verpflichtet, die Investitionen aus den jährlichen Ersparnissen zurückzuzahlen. Unser „Verein für Energie-Autarkie“ begleitet das Projekt (mehrere Personen sind da wie dort engagiert).

Und wenn das Projekt Erfolg hat, könnte es als Role-Model dienen, denn vielerorts in Afrika ist der Problemkreis Wasser-Dieselpumpe-Kostendruck bekannt.

Das Comptoir steht bereits
Die Photovoltaik-Anlage wurde im Sommer fertiggestellt. Die Module und die Wechselrichter waren aus Europa gekommen, die Stahlkonstruktion wurde von afrikanischen Betrieben unter der Anleitung von Salia Konaté, unserem technischen Experten und Partner, vor Ort gefertigt. Die PV-Installation dient auch als sogenanntes Comptoir, also als Verkaufsbereich. So kann die Anlage doppelt genutzt werden. Oben erzeugt die Sonne die kostenlose Energie, darunter können Bäuerinnen und Bauern der Kooperative in einem schattigen Comptoir ihre Waren anbieten und lokal verkaufen.

Das Bassin: Hier sieht man die fertigen Wasseranschlüsse für die Rohre, die in die Felder führen. Foto: Konaté

Das Bassin: Hier sieht man die fertigen Wasseranschlüsse für die Rohre, die in die Felder führen. Foto: Konaté

Wasserbassin fertig
Auch das Wasserbassin, in dem die maßgefertigen Grundfos-Pumpen hängen, ist fertiggestellt. Die Pumpen und die massiven Rohrteile waren aus Deutschland importiert worden, die Stahlbehälter wurden in Afrika gefertigt. Es muss sich in den kommenden Monaten noch zeigen, ob die Konstruktion langfristig auch der „Inspektion“ seitens der eigentlichen Hausherren genügt – der Nilpferde. Möglich, dass die Tiere die Stahlwände eindrücken, dann muss mit einem Betonring die Anlage verstärkt werdenHochwasser muss noch abrinnen

Im Sommer konnte man nur mit Booten zur Anlage (im Hintergrund die PV-Installation) gelangen – wie hier Salia Konaté.

Im Sommer konnte man nur mit Booten zur Anlage (im Hintergrund die PV-Installation) gelangen – wie hier Salia Konaté.

Elektronik als letzter Schritt
Was noch fehlt, ist die elektronische Verbindung zwischen den Wechselrichtern und den Pumpen. Das Hochwasser in und nach der diesjährigen Regenzeit hat das bisher vereitelt. Andererseits hat die Kooperative derzeit noch keinen Wasserbedarf. Es sollte sich also gut ergänzen, wie Salia Konaté mitteilt.

 

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