Kleinwindkraft unter der Lupe. Foto: pixabay

29. Juli 2020: Kleinwindkraft auf dem Prüfstand


Ein Fachmann und Praktiker gibt Auskunft: Wie kann man Kleinwindkraft nutzen? Was kosten die kleinen Windräder – und wieviel Ertrag bringen sie?

Der Verein für Energie-Autarkie lädt zum kostenlosen Vortrag in die Michlfarm in Korneuburg (5 Minuten von der S3-Schnellbahnstation Korneuburg). Mittwoch, 29. Juli 2020, 19 h.

Kurt Leonhartsberger, Leitung Kompetenzfeld und F&E Schwerpunkt Renewable Energy Systems Fachhochschule Technikum Wien und stark involviert in die Kleinwindkraft Versuchs- und Prüfstelle in Lichtenegg / NÖ, wird uns den Stand der Technik erklären.
Einlass in der Michl-Farm ist ab 18 Uhr, der Vortrag beginnt um 19 h.

In den letzten Jahren ist das Interesse an Kleinwindenergieanlagen (KWEA) in Österreich stark gestiegen. Vor allem das Bedürfnis nach individuellen Lösungen sowie der immer stärker werdende Wunsch nach privater Energieautonomie treiben diese Entwicklung an – wie auch der rasante Ausbau der Photovoltaik in Österreich zeigt. Interessensvertretungen und EnergieversorgerInnen verzeichnen jedoch nicht nur eine deutlich steigende Anzahl von Anfragen für Anlagen im ländlichen Raum, sondern auch für KWEA in besiedelten Gebieten, wo aufgrund der Forderung nach „nearly zero energy“ Gebäuden in der neuen EU-Gebäuderichtlinie die urbane Kleinwindkraft als eine interessante Stromerzeugungsmöglichkeit angesehen wird.

Sein Fazit vorweg:
Neben der Photovoltaik stellt die Kleinwindkraft darüber hinaus eine der wenigen Möglichkeiten dar, auch in dicht besiedelten Gebieten bzw. im Stadtgebiet auf oder in unmittelbarer Nähe zu Gebäuden (z. B. Ein- und Mehrfamilienhäusern) erneuerbare Energie zu erzeugen. Die Errichtung und der Betrieb von KWEA in besiedelten bzw. bewohnten Gebieten bringt jedoch Anforderungen mit sich. Vor allem sicherheitstechnische Aspekte (wie z. B. eine potenzielle Gefährdung für Personen und Sachgüter durch qualitativ minderwertige KWEA,…) sowie die unmittelbaren Auswirkungen der KWEA (z. B. Schall, Infra- und Körperschall, Vibrationen und Schwingungen,…) auf das Gebäude, dessen BewohnerInnen sowie die bewohnte Umgebung müssen dabei berücksichtigt werden, um eine Beeinflussung der Lebensqualität zu vermeiden. 

Webadresse der Michlfarm: www.michlfarm.at