Sonnenstrom für alle: „Gemeinsam sind wir stark!“



Der Verein „Energie für Bisamberg“ wurde vom Korneuburger Umweltteam zum 1. Korneuburger Photovoltaik-Stammtisch eingeladen. Gemeinsam mit dem Team der Stadterneuerung informierten wir über neue Wege zur Erneuerbaren Energie.


Die Nutzung von Sonnenstrom hat, insbesondere nach dem Wegfall der Landesförderung, den Ruf, besonders teuer zu sein. Beim 1. Korneuburger Energiestammtisch wurden deshalb 2 Möglichkeiten präsentiert, Photovoltaik zu nutzen, auch wenn die Geldbörse nicht so dick ist.

Gemeinschaftsanlage (präsentiert von Vereinsobmann Herbert Starmühler): Bei Gemeinschaftsanlagen können BürgerInnen sich mit verträglichen Beiträgen (ab ca € 500,–) an einer großen Anlage beteiligen – der gewonnene Strom wird ins Netz eingespeist und der Verkaufserlös auf die Beteiligten aufgeteilt. Mit diesem Projekt will der Verein „Energie für Bisamberg“ eine erste Anlage in Korneuburg oder Bisamberg umsetzen. Die ursprünglichen Pläne, dies auf dem Dach des Florian Berndl-Bades zu tun, scheinen aus politischen Gründen unrealistisch, weshalb derzeit nach Alternativen gesucht wird.

Vereinsobmann Herbert Starmühler referiert über PV-Gemeinschaftsanlagen
Vereinsobmann Herbert Starmühler referiert über PV-Gemeinschaftsanlagen

Der Vorteil der Gemeinschaftsanlage: auch geringer Kapitaleinsatz ist möglich und man braucht kein „eigenes“ Dach.

Einkaufsgemeinschaft: Durch den gemeinsamen Einkauf von mehreren Anlagen können die Kosten für jeden Einzelnen gesenkt werden. Damit werden Photovoltaikanlagen auch ohne staatliche Förderung für viele leistbar. Die Einkaufsgemeinschaft Maria Enzersdorf hat im Vorjahr 70 Anlagen (!) errichtet bzw. errichten lassen. Je nach Eigenverbrauchsanteil (10-40 %) kann sich damit die Anlage in wenigen Jahren rechnen, erläutert Wolfgang Bernhuber. Wenn sich auch in Korneuburg genügend Interessenten finden, stellt Bernhuber seine Erfahrungen gerne zur Verfügung.

Etwa 30 KorneuburgerInnen fanden sich beim Energiestammtisch ein – und zeigten Interesse an beiden Projekten. Weitere Interessenten können sich gerne noch melden (per Mail an buergerservice@korneuburg.gv.at)!

Das Umweltteam der Stadtgemeinde und der Stadterneuerungs-Arbeitskreis werden beide Projekte gern auch tatkräftig unterstützen. „Gemeinsam mit den KorneuburgerInnen können wir das Ziel der Energieautarkie für unsere Stadt erreichen! Daran werden wir in den nächsten Jahren verstärkt arbeiten. Der erste Schritt ist mehr Information und Expertenwissen, das wir künftig vierteljährlich bei den Energiestammtischen zur Verfügung stellen wollen.“ sind Franz Strenn, Stern-Arbeitskreisleiter Umwelt und das Umweltteam sich einig.