Offener Brief an Frau Bgm. Schittenhelm, Gemeinde Bisamberg

Der Landwirt Wolfgang Löser aus Streitdorf, NÖ, schreibt als Reaktion auf den Bericht in den „Bezirks Blättern“ Korneuburg, Ausgabe 30, Mi/Do., 25./26. Juli 2012
„Stromernte“ am Feld unerwünscht, Bisamberger Bürgermeisterin gegen Photovoltaik-Projekt

Sehr geehrte Frau Abg.z.NR Schittenhelm!

Wie ich heute aus dem Artikel in der Wochenzeitung „Bezirks Blätter“ entnehmen konnte, haben sie gegen die PV-Anlagen Einspruch erhoben, was mich zutiefst erschütterte. Gerade in einer Zeit mit Ressoucenverknappung, Klimawandel und tief greifenden Veränderungen ist ein Weiter wie bisher völlig unbegreiflich.

Die Ressourcen verknappen sich atemberaubend schnell
Dass seit 1960 immer weniger neue Ölfelder erschlossen werden, drückt sich vor allem im Preis für Rohöl aus, der in nur vier Jahren auf das Vielfache gestiegen ist. Neben dem Bedarf an Heizwärme und Strom sei vor allem der Wunsch nach Mobilität dafür verantwortlich, dass der Ölvorrat weltweit beängstigend schnell absinkt. Da die Preise nur weiter steigen können werden diese die Weltwirtschaft, wie auch die Regionen in die Armut treiben.
Weg von Kohle, Erdöl, Erdgas und Atomstrom so rasch als möglich.

Wir stecken mitten in einer Klimakatastrophe mit fundamentalen Auswirkungen die existenzbedrohend für uns alle sind.
Sind ihnen die Menschen völlig egal, sogar ihre eigenen Kinder, was antworten sie denen in einigen Jahren auf die Frage, warum habt ihr zum Klimaschutz nichts beigetragen und getan und euch nur auf ein gewohntes Ortsbild fixiert, dass es in Zukunft in dieser Form ohnehin nicht mehr geben wird.
Gönnen sie sich die Zeit und gehen sie zu einen Vortrag von Dr. Helga Kromp Kolb. Die Fakten, die sie dabei erfahren, werden ihnen den Boden unter den Füßen weg ziehe, so dramatisch sind die Folgen  – vom derzeitigen nicht Handeln und weiteren verhindern von dringen notwendigen Klimaschutzmaßnahmen.
Helga Kromp-Kolb: innerhalb der nächsten fünf Jahre müssen wir von einer Welt, die jedes Jahr mehr Treibhausgasse emittiert, zu einer Welt werden, die jedes Jahr weniger Treibhausgase emittiert. Das heißt, dass man den Zuwachs an Energieverbrauch dramatisch senken muss und gleichzeitig aus den fossilen Energieformen aussteigen muss. Wenn wir die konventionellen Öl- und Gasreserven weiter fördern und aufbrauchen, dann haben wir ausgeschöpft, was die Atmosphäre noch verträgt, bevor wir die Folgen des Klimawandels nicht mehr bremsen können. Gleichzeitig müssten wir aber aus Kohle aussteigen, das ist nämlich der wichtige Punkt dabei.
Wollen sie wirklich ein weiter so wie bisher??? Wir haben die schlimmsten Ernteeinbußen in der Landwirtschaft durch Wetterkapriolen wie wir sie bisher in diesem Umfang noch nicht gekannt haben
Die USA leiden unter einer historischen Dürre. Die Getreidepreise steigen, den Verbrauchern drohen höhere Kosten für Fleisch, Eier und Milchprodukte – vor allem für die Ärmsten eine schwere Belastung. Die Hitze im Land ist so groß, dass in manchen Bundesstaaten die Straßen schmelzen. <http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/usa-konsumenten-droht-preisschock-durch-extreme-duerre-a-846505.html>
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Wirtschaftfaktor Energieautarke Gemeinde: es gibt keine andere Möglichkeit um zukunftfähig zu werden
Warum stehen die meisten Gemeinden in einer finanziellen prekären Situation – unmittelbar vor einer Pleite? Gehen  je Gemeindbürger und Jahr rund 1500,- Euro aus der Region für Energiezukauf in ferne Öl -und Gasexportierende Länder. Damit wurde  unter anderem der  Saudi-arabische Bauboom, mit Schipisten in der Wüste, die Palmeninsel, der höchste Wolkenkratzer der Welt in Dubai finanziert, alles unser Geld das aus unseren Gemeinde in ferne Länder versinkt.
Der Marktgemeinde Bisamberg mit seinen 4489 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012)  verliert somit ca. 6 730 000  ( 6 Millionen 730 Tausend) Euro aus dem Gemeindegebiet und das  jedes Jahr
!!
Welch ein Budget hätte die Gemeindekasse bei soviel Wertschöpfung aus der Region, wenn sie ihre Energie selber erzeugen würde. Anscheinend gibt es in der Gemeinde Bisamberg Geld im Überfluss und finanziert weiterhin die Kohle,-Öl,- Gas und Atomlobby.
Es geht auch anders: Verein Energie Autarkie
Verantwortungsbewusste Menschen habe längst die auf uns zukommenden tief greifenden Veränderungen begriffen und zu handeln begonnen. Der vorbildliche Verein EnergieAutark arbeitet ehrenamtlich für das Gemeinwohl der Bürger und müsste in all seinen Bemühungen vollste Unterstützung seitens der Gemeinde erhalten
Geschätzte Frau Bürgermeister:
Ihre Argumente zu einer Photovoltaik Bürgerbeteiligungsanlage auf einer Freifläche. „Das ist das letzte Grün in diesem Bereich und außerdem ein Wildwechselgebiet“, zeigt, dass sie bei Energiefragen völlig unzureichend Informiert und schlecht beraten sind. Sie haben keine kompetente Antwort auf die auf uns zukommenden, gravierenden Veränderung durch Ressourcenverknappung, dramatischen Klimawandel, sowie die ernorme Chance einer Energieautarken Gemeinde nicht im geringsten erkannt haben.
Vorbild in Sachen Erneuerbare Energie!
Ist doch ihr Geburtsort die Südburgenländische Gemeinde Strem seit Jahren Energieautark,
Die Marktgemeinde Strem ist seit 2005 Mitglied im ökoEnergieland. Strem hat das geschafft, wovon andere Gemeinden noch weit entfernt sind: Es deckt seinen kompletten Wärme- und Strombedarf aus erneuerbarer Energie und zwar mit Hilfe eines Fernheizwerkes und einer Biogasanlage. Die Rohstoffe kommen natürlich aus der Gemeinde selbst. Dafür wurde die Klimabündnisgemeinde bereits mehrfach ausgezeichnet.
ÖVP -Bürgermeister: Bernhard Deutsch erhielt für sein verantwortungsvolles Verhalten gegenüber den heutigen und folgenden Generationen  den Österreichischen Solarpreis 2010 http://www.eurosolar.at/Drucksorten/solarpreis2010.pdf
Ökonomierat Karl Totter ÖVP , ist der Initiator der energieautarken Region Mureck  in der die 2. Megawatt Photovoltaik Bürgerbeteiligungsanlage entsteht, „wir können das viele Geld gar nicht so rasch verbauen, als uns die Bürger dies in Beteiligungen zur Verfügung stellen“ so der Österreichische Solarpreisträger 2010 SEBA Mureck GmbH & Co KG – Mureck / Stmk 6 Sonnenstrom für alle Murecker“ 1 Megawatt Solarstrom-Bürgerbeteiligung
Ökonomierat Karl Totter, Mureck, E-Mail: totter@seeg.at
<mailto:totter@seeg.at, > , <mailto:totter@seeg.at, > Tel:0664-42 07 935    http://www.klimabuendnis.at/start.asp?id=229208 <http://www.klimabuendnis.at/start.asp?id=229208>

Der Murecker Energiekreislauf  http://www.kommunalkredit.at/uploads/MureckerEnergiekreislauf_SEEG_6302_DE.pdf könnte Vorbild zum Bisamberger Energiekreislauf sein
Bitte kontaktieren sie diese vorbildlichen Menschen ehestmöglich, die sich zum Wohl der Bürger, der Umwelt und Nachhaltigkeit einsetzen
Ihre dringendste Aufagábe ist es, durch konsequentes Umdenken die Weichen für den Fortbestand der menschlichen Zivilisation zu stellen – die Energiewende voran zu treiben, uns bleibt keine Zeit, wir sind bereits viel zu spät daran.
Freue mich auf Kontakt, komme auch gerne zu ihnen.

Mit sonnigen Grüßen

Wolfgang Löser

„Erster energieautarker Bauernhof Österreichs“
Praxisnahe Energieberatung aus Erfahrung mit Vorträgen und Seminaren

Untere Dorfstraße 23, A-2004 Streitdorf /NÖ
Tel: 02269  23 17,

Mobil:   0680 111 33 63

mail:  w.loeser@aon.at
web: www.energiebauernhof.com <http://www.energiebauernhof.com/>

„Besser Photovoltaik am Dach als Aktien im Keller.“

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1 Antwort zu Offener Brief an Frau Bgm. Schittenhelm, Gemeinde Bisamberg

  1. Ist es faschistoid zu nennen, wie so manche gewählte Vertreter mit den Intentionen ihrer Wähler umgehen. Die GrünInnen haben mit der Aubesetzung 1985 erwirkt, dass Atomstrom importiert werden muss und dass sogar Industriebetriebe zugrunde gingen und daraus viele Arbeitslose zur Schuldenentwicklung Österreichs die Ursache waren.
    Wenn sich die Frau Bürgermeisterin in diese Reihe dekadenter Entwicklung inÖ. einreihen möchte, so wird sie da ihren Ehrenplatz erhalten, aber nach der nächsten Wahl wohl nimmer Bürgermeisterin Bisambergs sein!
    Eine Energiewende mit allen deren technischen Errungenschaften, wie PV und Windenergie, sind nicht mehr aufzuhalten, so wie es auch einst die Wasserkraft einmal war, bis sie ihren heutigen Status erlangt hat. Es ist davon auch die Elektrifizierung der Verkehrsmittel abhängig und China ist uns damit schon weit voraus, es gibtdort bald 1.000,000.000 Elektrofahrzeuge mit Batteribetrieb und
    Regionaalbuslinien wurden auf E-Betrieb umgestellt, was in Ö. noch garnicht bekannt ist. Daher ist eine solche Politik einer Bürgermeisterin in Ö. unverständlich.

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